Qualitätsunterschiede im Operationssaal - Beste OP - Krankenhausqualität

Ob eine Operation erfolgreich verläuft, hängt auch von der Wahl des Krankenhauses bzw. der Klinik ab, zeigt eine jüngst von der AOK veröffentlichte Studie. Gerade bei orthopädischen Eingriffen kommt es, je nachdem wo operiert wird, zu erheblichen Qualitätsunterschieden. Im Interview erklärt Dr. Stefan Preis, Leiter der Abteilung für Orthopäde und Sporttraumatologie der KLINIK am RING in Köln wodurch solche Qualitätsunterschiede entstehen können.

 

Nach Gelenkersatzoperationen an Hüfte oder Knie soll es, laut Studie, im bundesweiten Durchschnitt bei jedem vierten Patienten zu Komplikationen kommen. Trifft das auch auf die KLINIK am RING zu?

Nein, keinesfalls - das ist eine erschreckend hohe Zahl. Dagegen liegt die durchschnittliche Komplikationsrate bei unseren, zum Teil sehr komplexen Gelenkeingriffen, bei weniger als 3 Prozent. Jede Operation wird sehr genauen Qualitätskontrollen unterzogen. Mögliche Schwachstellen können wir so direkt beheben und die Qualität der Behandlung immer weiter optimieren.

Neben einem abteilungsinternen Qualitätsmanagement und Analysen im Rahmen der freiwillig durchgeführten TÜV-Zertifizierung führen wir seit mehreren Jahren außerdem unabhängige Qualitätsanalysen auf Basis von anonymen Patientenerhebungen durch.

Wie erklären Sie sich die drastischen Unterschiede bezüglich der Komplikationsraten bei Operationen?
Einer der Gründe ist, dass die Arbeitsbedingungen für Ärzte und medizinisches Fachpersonal an vielen öffentlichen Krankenhäusern in den letzten Jahren immer angespannter geworden sind. So können insbesondere Kostendruck und Personalmangel zur Arbeitsüberlastung und erheblichem Stress der Mitarbeiter führen. Dies kann unmittelbar zur Folge haben, dass vermeidbare Fehler mit zum Teil fatalen Folgen passieren.

Was machen Sie in der KLINIK am RING, um solche Fehler zu vermeiden?
Sicherlich spielt bei unserem Qualitätsvorsprung die hohe Spezialisierung und langjährige Erfahrung der Operateure eine wesentliche Rolle. Durch die Fokussierung auf bestimmte Eingriffe, die wir sehr häufig und in einem eingespielten Team durchführen, lassen sich Fehler vermeiden. Hinzu kommt, dass anders als in größeren Krankenhäusern, die KLINIK am RING weder Lehrkrankenhaus noch Notfallklinik ist. Hier wird kein Patient von einem noch in der Ausbildung befindlichen Arzt operiert, auch steht morgens kein Operateur am OP-Tisch, der bereits in der Nacht notfallmäßig operieren musste.

Häufig werden auch schlechte Hygienebedingungen in Kliniken kritisiert.
Die hohen Infektionszahlen in einigen Kliniken sprechen leider eine eindeutige Sprache. Dabei gibt es zum Teil ganz einfache aber sehr wirkungsvolle Maßnahmen, um Infektionen zu vermeiden. Wir haben hierzu in der KLINIK am RING eine unabhängige externe Hygiene Fachschwester, die zusammen mit einem Hygiene beauftragten Arzt unsere Arbeitsabläufe kritisch bewertet. Zudem erfolgen regelmäßig entsprechende Schulungen aller Mitarbeiter.

Immer wieder hört man auch von schweren Infektionen durch multiresistente Keime, so genannte MRSA-Fälle. Warum?
Die Behandlung von schwersten Erkrankungen führt zwangsläufig in vielen Krankenhäusern, insbesondere in Großkliniken zu einem umfangreichen Einsatz von Antibiotika. Die fatalen Folgen kennen wir: irgendwann sind Antibiotika gegen die Keime wirkungslos. Wir haben den Vorteil, dass unsere Patienten zwar einen Sehnenriss an der Schulter oder eine fortgeschrittene Arthrose des Kniegelenks haben, ansonsten aber gesund sind. Zum anderen werden in unseren OP-Sälen ausschließlich fachspezifische Eingriffe durchführt. In anderen Kliniken ist es häufig notwendig, dass nachts zum Beispiel ein infizierter Bauch operiert und am nächsten Morgen im selben OP ein künstliches Kniegelenk eingesetzt wird. MRSA –Fälle hat es, wohl auch deshalb, bisher bei uns noch nie gegeben.

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