OP-Methoden & Implantatlagen

Individueller Weg zu Ihrer Brustvergrößerung

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Die verschiedenen OP-Methoden der Brustvergrößerung

Eine gute Brustvergrößerung wird immer nach individuellen Kriterien durchgeführt. Dank unserer langjährigen Expertise in der ästhetischen Chirurgie ist es uns möglich, den Eingriff exakt an Ihre Bedürfnisse anzupassen. So minimieren wir nicht nur die Risiken und verkürzen den Heilungsprozess, auch das Ergebnis entspricht Ihrem persönlichen Wunschbild einer wohlgeformten und ästhetischen Brust.

Bereits im kostenlosen, unverbindlichen Beratungsgespräch klären wir mit Ihnen gemeinsam, welche Brustimplantate zum Einsatz kommen und welche Methode sich eignet, um Ihr Schönheitsideal zu erreichen. Auf dieser Seite zeigen wir Ihnen die möglichen Operationstechniken, Zugangswege sowie Implantatlagen, die bei einer Brustvergrößerung Anwendung finden.

Die möglichen Zugangswege zur Platzierung der Implantate

Damit die Brustimplantate präzise platziert werden können, wählen wir die ideale OP-Methode immer anhand der Anatomie unserer Patientinnen sowie der Implantatgröße aus.

Generell lassen sich drei Zugangswege zur Implantatplatzierung unterscheiden:

Unterbrust Zugang

Das Brustimplantat wird über einen Schnitt in der Unterbrustfalte (inframammärer Zugang) an seinen Bestimmungsort gebracht. Diese Methode gilt weltweit als Standard bei einer Brustvergrößerung. Der Grund: Chirurgisch ist der Eingriff einfach und sicher durchführbar. Der Operateur hat eine gute Sicht auf das OP-Gebiet und die Platzierbarkeit der Brustimplantate ist akkurat möglich.

Eine Brustoperation mit Zugang durch die Unterbrustfalte eignet sich besonders für Patientinnen mit einer natürlich vorhandenen Falte oder einer sanft überhängenden Brust nach Ende der Stillperiode. Der Vorteil dieses Zugangswegs bei diesen Patientinnen ist, dass die Naht die neue Falte stabilisieren kann.

Erforderlich ist ein Unterbrustfalten-Schnitt auch bei Patientinnen, bei denen aufgrund der anatomischen Gegebenheiten die Unterbrustfalte neu gebildet werden muss.

Durch den Einsatz von speziellem Nahtmaterial und einer Lupenbrille sind die feinen Schnitte später für den Laien unsichtbar.

Zudem kann bei dieser OP-Methode der Zugang bei einer eventuellen Nachoperation noch einmal genutzt werden, sodass keine weitere Narbe entsteht. Auch größere Implantate lassen sich mit dieser Technik problemlos implantieren.

Eine Brustvergrößerung durch die Unterbrustfalte kann sowohl konventionell als auch endoskopisch unterstützt durchgeführt werden.

Periareolärer Zugang

Hierbei wird das Implantat durch einen halbmondförmigen Schnitt im pigmentierten Brustwarzenvorhof eingebracht. Die Narbe ist, im Gegensatz zu den anderen OP-Methoden, deutlich sichtbar. Statistisch klagen etwa 50 % der auf diese Weise operierten Frauen über Gefühlsstörungen der Brustwarzen. Auch das Infektionsrisiko ist bei dieser Methode deutlich erhöht, weshalb wir einen periareolären Zugang kategorisch ablehnen.

Axillärer Zugang

Durch einen feinen Schnitt in einer Achselfalte kann die Tasche hinter dem Brustmuskel äußerst präzise endoskopisch, unter Einsatz eines vergrößernden Kamerasystems, gebildet werden.

Der Schnitt erfolgt in der Schattenfalte der Achselhöhle, außerhalb wichtiger Strukturen wie Nerven und Lymphknoten, sodass Schädigungen ausgeschlossen werden können. Eine axilläre Brustoperation erfordert äußerst präzises Vorgehen und einen erfahrenen Chirurgen, der mit dieser OP-Methode vertraut ist.

Der Vorteil: Die feine Narbe verschwindet später in der Falte der Achselhöhle und fällt kaum auf.

Die OP-Methoden

Ein Überblick

Hinter dem großen Brustmuskel

Die Lage hinter dem großen Brustmuskel ist bei den meisten Brustvergrößerungen der klassische und sichere Standard. Der Vorteil dieser Variante: Das Ergebnis wirkt äußerst natürlich und die Brustimplantate sind kaum tastbar.

  • Subpektorale Augmentation: Die Implantate liegen hinter dem großen Brustmuskel.

Besonders empfehlenswert ist diese Methode bei schlanken Patientinnen oder bei der Vergrößerung kleiner Brüste, die von Haus aus nur wenig Eigengewebe mitbringen. Hier würden sich vor den Brustmuskel gesetzte Implantate unnatürlich abzeichnen. Bei der Platzierung hinter dem Muskel ist das Implantat hingegen nicht mehr sichtbar.

Nicht empfehlenswert ist die Implantatlage hinter dem Brustmuskel bei sehr sportlichen Frauen oder Bodybuilderinnen. Der Sportverzicht über mehrere Wochen nach der Brustvergrößerung ist, im Gegensatz zur Hybrid- oder Composite-Technik, vergleichsweise lang und mit Einschränkungen verbunden.

Hinter allen vier großen Brustmuskeln

  • Komplett submuskuläre Augmentation: Die Implantate werden hinter „allen Brustmuskeln“ platziert.

Wir stehen dieser Technik, wie auch viele internationale Kollegen, sehr kritisch gegenüber und lehnen diese Methode ab!

Der Hintergrund: Bereits in den 80er Jahren wurde diese Technik propagiert und von fast allen Chirurgen inzwischen wieder verlassen. Zu groß waren die Verletzungen. Es entstanden riesige Wundflächen hinter den jeweiligen Muskeln auf der Rippenvorderseite. Die Patienten hatten über Wochen stärkste Beschwerden, da sich die Muskeln erst mühsam dehnen mussten. Daraus resultierten sehr große Gewebsschichten mit dünner Muskulatur, die ihre mechanischen Eigenschaften fast vollständig eingebüßt haben.

Es kommen viele Patientinnen in unsere Praxis, die ehemals mit dieser Technik operiert wurden. Diese kämpfen noch immer mit den Problemen, die diese Methode der Brustvergrößerung nach sich gezogen hat. Bei Anspannung des Muskels verformt sich die Brust unnatürlich – sie  springt zur Seite sowie schräg nach oben weg. Das Ergebnis ist von einer natürlichen Brust weit entfernt. Ebenso ist diese OP-Methode ein absolutes No-Go für sportliche Patientinnen.

Über dem Brustmuskel

Auch eine Implantatlage über dem Brustmuskel ist möglich und in einigen Fällen indiziert. Eine wichtige Rolle für die Platzierung über den Muskeln spielt nicht nur die Implantatgröße, sondern ebenfalls die Anatomie der Patientin. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, eignet sich diese Variante für ein natürliches, ästhetisches Ergebnis. Je nach Wahl des Implantats kann eine mehr oder weniger gepushte Optik erzielt werden.

Bei der Lage auf dem Brustmuskel lassen sich zwei Techniken unterscheiden:

  • Subglanduläre Augmentation: Bei dieser Variante wird das Implantat zwischen Brustdrüse und Muskel (Faszie) platziert.
  • Subfasziale Augmentation: Implantatlage in einer gebildeten Tasche der Faszie (Muskelhülle) zwischen Brustdrüse und -muskel.

Wird das Brustimplantat vor dem Muskel angebracht, ist eine gezielte Positionierung möglich. So wird bei der subfaszialen Brustvergrößerung aus der zarten, aber sehr stabilen Faszie des Brustmuskels eine Tasche geformt, indem diese leicht vom Muskel abgelöst wird. Dabei wird der Muskel nicht geschädigt und bleibt in seiner Kraft und anatomischen Beschaffenheit komplett erhalten.

Diese Variante der Brustvergrößerung zeichnet sich durch eine sehr kurze Erholungsphase und einen späteren „festen Sitz“ der Implantate aus und ist besonders beliebt bei sportlichen Patientinnen. Voraussetzung ist jedoch, dass Frauen über eine Weichteilbedeckung von mindestens 3-4 cm oberhalb des Brustmuskels verfügen, damit das Implantat nach der Operation nicht sichtbar wird.

Wichtig ist zudem, dass der Chirurg in der Durchführung dieser Technik erfahren und ausgebildet ist. Auch sollte eine endoskopische Operation bevorzugt werden. Nur so ist gewährleistet, dass ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt wird.

Welche Implantatlage letztlich für Sie infrage kommt, klären wir ausführlich bei einem gemeinsamen Beratungsgespräch. In diesem Zusammenhang zeigen wir Ihnen genau die Vorteile der verschiedenen Techniken auf und entscheiden gemeinsam, welche Methode am besten zu Ihrem Körper und Lebensumständen passt.

Hybrid-Brustvergrößerung – eine innovative Technik auf dem Vormarsch

Ein neuer, wenn auch in Deutschland noch nicht weit verbreiteter Standard auf dem Gebiet der Brustvergrößerung ist die Hybrid- oder Composite-Technik (https://www.phillipblondeel.com/breast-augmentation.html).

Als wissenschaftlicher Vorreiter gilt der plastische Chirurg Prof. Dr. Blondeel aus Belgien, der diese Technik seit 2010 erfolgreich anwendet.

Bei der Hybrid-Brustvergrößerung handelt es sich um eine Kombination aus Brustvergrößerung mit kleineren Implantaten in Kombination mit einer gezielten Injektion von Eigenfett (Lipofilling). Das Ziel ist nicht nur die Vergrößerung der Brust, sondern zudem eine ästhetische Körperformung.

Bei dieser Technik zur Brustvergrößerung wird das Implantat unter der Faszie des großen Brustmuskels, also auf den Brustmuskel und unter der Brustdrüse, gelegt.

Um einen noch natürlicheren Übergang sowie ein ansprechendes Dekolleté zu schaffen, wird direkt am medialen Rand des Kissens sowie in der ganzen subkutanen Schicht der Brust Eigenfett injiziert. So werden die Implantatkonturen ideal kaschiert.

Das Eigenfett wird aus Problemzonen wie Reiterhosen, Bauch, Oberschenkelinnenseiten oder Knien gewonnen und in der gleichen Operation abgesaugt. Bei der Hybrid-Brustvergrößerung erhalten Sie also nicht nur eine größere Brust, sondern werden zugleich Ihre Problemzonen los.  

Da bei dieser Methode der Brustvergrößerung deutlich kleinere Silikonimplantate erforderlich sind, verringert sich auch das Gewicht der Brust: Bei gleicher Körbchengröße und Optik dürfen Sie von einer Gewichtssenkung zwischen 30 und 35 % ausgehen.

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Gut zu wissen: Die Hybridtechnik gilt als innovativer, zukunftsweisender Standard. Möglich geworden ist diese Technik erst in den letzten Jahren durch die verfeinerte Methode der Fettverpflanzung von körpereigenem Gewebe, wodurch eine Rate des im Körper neu anheilenden Fettgewebes von 50 bis 60 % erzielt wurde.

Wir möchten unseren Patienten stets eine sichere und fortschrittliche Behandlung bieten.  Möchten Sie mehr zum Thema Eigenfett-Verpflanzung und Brustvergrößerung erfahren? Dann ist sicherlich das folgende Paper interessant für Sie:

Zum Paper "International Expert Panel Consensus on Fat Grafting of the Breast" >

Die Hybrid-Brustvergrößerung im Überblick

Bezeichnung
  • Auch als Composite-Brustvergrößerung bezeichnet
Vorteile
  • sehr natürliche & harmonische Ergebnisse
  • kleinere Implantate notwendig
  • weichere Übergänge
  • bessere Formung möglich (symmetrische Formanpassungen)
  • sicherer & vorhersehbarer Eingriff
  • weniger Schmerzen nach der OP (Brustmuskel wird nicht verändert oder verletzt)
  • Fettabsaugung an der Spenderstelle verbessert die Körperkonturen
  • besonders bei sportlichen & aktiven Patientinnen beliebt
Voraussetzungen
  • Ausreichend Fettgewebe muss zur Verfügung stehen, welches genutzt werden kann

FAQ – Häufige Fragen zu den OP-Methoden der Brustvergrößerung

Ein inframammärer Schnitt in der Unterbrustfalte ist die gängigste und einfachste Methode zur Implantatplatzierung. Diese Technik erlaubt dem Operateur die bestmögliche Sicht auf das Operationsgebiet und gilt als sehr sicher. Die Narbe ist zwar größer, aber nur in einer bestimmten Position zu sehen.

Sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine Folgeoperation notwendig sein, wird die Narbe erneut geöffnet und es entsteht keine weitere OP-Narbe.

Nach einer subfaszialen Brustvergrößerung können Sie in der Regel wieder nach sieben bis 14 Tagen Sport machen. Da bei dieser Methode die Muskeln nicht geschädigt werden, ist die Ausfallzeit äußerst kurz, was besonders sehr sportlich aktive Patientinnen freut.

Ja, in bestimmten Fällen kann es durch diese Methode nach der Brustvergrößerung vorkommen, dass einige Milchdrüsen in der Brust irreparabel geschädigt werden.

Je näher der Schnitt am Milchdrüsengewebe durchgeführt wird, desto höher ist das Risiko einer Milchdrüsenverletzung. Dennoch droht nicht automatisch einVerlust der Stillfähigkeit. Nur eine äußerst erhebliche Verletzung zieht eine Beeinträchtigung der Stillfähigkeit nach sich.

Dennoch eignet sich diese Methode der Brustvergrößerung nicht für Frauen mit Kinderwunsch, da das Stillen durch die eingeschränkte Sensibilität der Brustwarze erschwert werden kann.

Ja, durch Einschnitte in die Haut können Nerven geschädigt werden. Meist ist der Gefühlsverlust jedoch nicht dauerhaft und das Gefühl kehrt nach der Heilungsphase wieder zurück. Dennoch kann es auch bei einer sorgfältig durchgeführten Brustvergrößerung passieren, dass Nervenfasern durchtrennt werden und die Empfindung nicht wieder zurückkehrt. Jedoch ist das Risiko einer solchen dauerhaften Sensibilitätsstörung äußerst gering.

Dennoch besteht bei der periareolären Brustvergrößerung eine erhöhte Gefahr für dauerhafte Sensibilitätsstörungen der Brustwarzen. Aus diesem Grund lehnen wir diese OP-Methode, wie auch viele andere Kollegen, strikt ab.

Nein, ein transumbilikaler Zugang über den Bauchnabel ist nicht empfehlenswert. Weltweit wird diese Schnitttechnik nur äußerst selten praktiziert – aus gutem Grund. Zwar müssen Patientinnen bei dieser Methode mit kaum sichtbaren Narben rechnen, jedoch ist eine genaue und korrekte Implantatpositionierung über einen Schnitt im Bauchnabel durch die schlechte Übersicht nur bedingt möglich.

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