MRT 1.5 und 3.0 Tesla

Die MRT ist ein Untersuchungsverfahren in der radiologischen und nuklearmedizinischen Diagnostik. Bei der MRT erzeugt man mit Magnetfeldern und Radiowellen Schichtaufnahmen des menschlichen Körpers. Dies erlauben eine Beurteilung von Struktur und Funktion der Gewebe und Organe im Körper und somit auch vieler krankhafter Organveränderungen. Röntgenstrahlen kommen dabei nicht zum Einsatz.

Was ist eine Magnetresonanztomographie (MRT)?

Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine Untersuchungsmethode in der Radiologie insbesondere zur Darstellung der inneren Organe. der Wirbelsäule und der Gelenke. Im Gegensatz zu einer Röntgenuntersuchung oder Computertomographie kommen dabei Magnetfelder und Radiowellen und keine Röntgenstrahlen zur Anwendung.

Wie funktioniert die Magnetresonanztomographie (MRT)?

Grundlage der MRT sind sehr starke Magnetfelder, in denen die Patienten untersucht werden. Durch elektromagnetische Wechselfelder in Form von Radiowellen werden bestimmte Wasserstoffkerne im Körper gezielt angeregt. Hierbei wird ausgenutzt, dass im menschlichen Körper sehr viele Wasserstoffatome vorhanden sind. Die physikalische Reaktion dieser angeregten Atomkerne wird von dem MRT-Gerät aufgezeichnet und ein Computer wandelt die Singnale durch ein sehr komplexes Rechenverfahren in ein sehr detailreiches 2- oder 3-dimensionales Bild zusammen. Diese können anschließend vom Arzt beurteilt werden können.

Einsatzgebiete der Magnetresonanztomographie (MRT):

  • Neurocranium, Hirnschädel, Gesichtschädel und Augen
  • Wirbelsäule und Rückenmark
  • Abdomen und Becken
  • Muskelprozesse
  • Gefäße mittel einer speziellen Technik, der sog. MR-Angiographie
  • Gelenke, insbesondere im Hinblick auf Knorpel, Bänder und Kapselstrukturen
  • MR-Arthographie
  • MR-Prostata

Unsere Gerätetechnik:

  • 1,5 Telsa und 3 Tesla Geräte der Firma Siemens

Ablauf der Untersuchung:

Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, welche in eine 60 cm große Öffnung des röhrenförmigen Magneten hineinbewegt. Während der Untersuchung sollten Sie ruhig und entspannt liegen. Sie hören trotz eines Gehörschutzes Klopfgeräusche, die von elektromagnetischen Schaltungen verursacht werden und völlig normal sind. Über ein Mikrophon haben Sie während der gesamten Untersuchung Kontakt zum Personal.

Bei Platzangst ist es möglich Ihnen zur Untersuchung ein BeruhigungsmitteI zu spritzen, sofern Sie eine Begleitperson zur Untersuchung mitbringen. Sie sind im Anschluss an die Untersuchung nicht verkehrsfähig.

Je nach Untersuchung und Fragestellung ist es bei manchen Untersuchungen notwendig Kontrastmittel zu verabreichen, um z.B. Entzündungen oder Tumoren ausschließen bzw. nachweisen zu können.


MRT bei Implantaten und Sensoren:

Wir weisen darauf hin, dass wir keine MRT-Untersuchung bei Patientinnen und Patienten durchführen können mit:

  • Cochleaimplantat
  • Herzschrittmacher
  • Magnetischen Zahnprothesen (es sei denn sie können abgenommen werden)
  • Medikamentenpumpen oder Blutzuckersensoren, es sei denn diese können abgenommen werden
  • Neurostimulatoren

Für geplante MRT-Untersuchungen bei mechanischer Herzklappe bzw. Implantaten am oder im Ohr (z.B. Gehörknöchelchenersatz, etc.) muss ein Implantatausweis zur Untersuchung vorgelegt werden, aus dem hervorgeht, dass eine MRT-Untersuchung ohne Bedenken möglich ist.

Piercings/Tätowierungen im MRT

Sämtliche Piercings müssen prinzipiell vor einer MRT-Untersuchung abgelegt werden, da es aufgrund der Magnetfelder zu einer Erwärmung und Schmerzen im Bereich des Piercings kommen kann. Sind mehrere Piercings vorhanden, ist es sogar möglich, dass es zu einer Enstehung elektrischer Ströme kommt, welche zu Verbrennungen führen können.

Da die bei Tätowierungen verwendeten Farben zum Teil paramagnetische Stoffe enthalten, kann es im Rahmen einer MRT-Untersuchung durch das Magnetfeld und die eingestrahlte Energie zur Erwärmung und im Einzelfall sogar zu Verbrennungen im Bereich der Tätowierung kommen. Die Gefahr besteht auch noch, wenn die Tätowierung wieder entfernt wurde.

Neben dieser Tatsache ist es in einzelnen Fällen beschrieben worden, dass eine frisch gestochene Tätowierung durch eine MRT "verlaufen" ist. Daher empfehlen wir bei einer frischen Tätowierung sechs Wochen bis zu einer MRT-Untersuchung zu warten. Gleiches gilt auch für Permanent-Makeup.

MRT der Prostata:

Mit etwa 50.000 neu diagnostizierten Prostatakarzinomen in Deutschland ist das Prostatakarzinom die häufigste bösartige Tumorerkrankung beim Mann. Das Vorliegen eines Prostatakarzinoms ist insbesondere bei Männern mit einem Alter von über 80 Jahren sehr hoch.

In Ergänzung zur urologischen Früherkennung mittels digitaler rektaler Untersuchung, transrectalem Ultraschall und Bestimmung des PSA-Wertes ist die MRT der Prostata in folgenden Fällen indiziert:

Prätherapeutische Stadieneinteilung und hierbei insbesondere zur Detektion eines die Prostatakapsel überschreitenden Tumors bei histologisch gesichertem Prostatakarzinom.

Zur Detektion einer „Zielläsion“ bei erhöhtem PSA-Wert vor geplanter Biopsie.

Zur Detektion eines Prostatakarzinom im Falle eines erhöhten PSA-Wertes bei vormals negativer ultraschallgesteuerter Stanzbiopsie (MRT frühestens 4 Wochen nach erfolgter Biopsie).

MR-Arthrographie (direkte MR-Arthrographie):

Die MR-Arthrographie ist ein Verfahren, welches indiziert ist, wenn ein Beschwerdebild nicht hinreichend durch die native MRT-Untersuchung erklärt werden kann oder bestimmte Pathologien wie zum Beispiel der Verletzung der Gelenklippe am Schultergelenk oder am Hüftgelenk ausgeschlossen werden sollen.

Durch die direkte MR-Arthrographie steigt die Diagnosesicherheit einer Gelenklippenverletzung statistisch signifikant an.

Für die Untersuchung wird unter Röntgenkontrolle Kontrastmittel direkt in das Gelenk injiziert, was zu einem Druckgefühl im Gelenk führt, welches jedoch innerhalb weniger Stunden durch Resorption des Kontrastmittels über die Gelenkkapsel vollständig reversibel ist.

Klaustrophobie – Angst vor Enge?

Ein erheblicher Teil der Bevölkerung hat Probleme beim Aufenthalt in engen Räumen. Sie sind betroffen? Trösten Sie sich, Sie sind überhaupt kein Einzelfall! Sprechen Sie mit uns. Bei entsprechender Planung können wir Ihnen mit einem rasch und intensiv wirkenden Beruhigungsmittel helfen. Dies lässt sich sehr gut und individuell dosieren – und weil es oft vorkommt, haben wir viel Erfahrung damit. Voraussetzung ist aus Sicherheitsgründen aber eine Begleitperson, da Sie nach der Untersuchung für 24 Stunden nicht am Straßenverkehr teilnehmen dürfen.

Wer bezahlt die Untersuchung?

Die MRT ist eine Regelleistung aller gesetzlichen und privaten Krankenkassen.

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