Umfangreiche Datenbank sichert Behandlungsqualität

Daten zu mehr als 7.000 Behandlungen in Bezug auf Heilungsraten und Lebensqualität nach Brachytherapie (innere Bestrahlung) hat das Westdeutsche Prostatazentrum seit Gründung im Jahr 2000 mittlerweile dokumentiert. Damit gehört die Tumordatenbank des Kölner Zentrums europaweit zu den größten Datensammlungen von Patienten mit Prostatakrebs, die sich einer Brachytherapie unterzogen haben. 

„Wir haben bisher mehr als 7000 Brachytherapien durchgeführt und den Krankheitsverlauf in einer eigens dafür entwickelten Datenbank exakt dokumentiert“, sagt Dr. Stephan Neubauer vom Westdeutschen Prostatazentrum in Köln. Dazu werden von jedem Prostatakrebspatienten, der mittels Seed-Implantation oder Afterloading-Verfahren bestrahlt wird, alle krankheitsrelevanten Informationen vor, während und nach Therapie sowie detaillierte Daten zur Behandlung (u.a. Strahlendosis, Dosisverteilung) anonymisiert erfasst. „Die intensive Nachbeobachtung unserer Patienten über viele Jahre ermöglicht uns jederzeit eine Analyse der Behandlungsergebnisse vorzunehmen und den Heilungserfolg genauestens darzustellen“, so der Kölner Urologe.

Lebensqualität im Fokus

Neben der üblichen Dokumentation von PSA-Werten und bildgebenden Untersuchungen interessiert die Kölner Spezialisten vor allem, welchen Einfluss die Brachytherapie auf die Lebensqualität der behandelten Männer hat. Zunächst alle drei Monate, später dann halb- bzw. ganzjährlich füllen die Patienten international validierte Fragebögen aus, in denen mögliche Beeinträchtigungen beim Wasserlassen, Störungen der Kontinenz und Sexualfunktion sowie Informationen zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität anonymisiert abgefragt und wissenschaftlich ausgewertet werden.

Als Pioniere der Brachytherapie in Deutschland verfügt das Ärzteteam des Westdeutschen Prostatazentrums über eine überdurchschnittliche Expertise und führt die Bestrahlungstechnik in sehr hohen Fallzahlen durch. „Gerade bei modernen, hochspezialisierten Therapieformen hängen der Erfolg und damit die Komplikationsrate von der Erfahrung der behandelnden Ärzte ab“, resümiert Dr. Neubauer. Ein weiterer Pluspunkt der Datenerhebung des Westdeutschen Prostatazentrums: Der Kontakt zwischen Arzt und Patient bleibt auch nach der Prostatakrebstherapie bestehen. Treten Beschwerden auf, können diese umgehend besprochen und entsprechend behandelt werden.

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