Alpha-Blocker alleine oft nicht ausreichend

Zur Linderung von Prostatabeschwerden stehen verschiedene Arten von Medikamenten und Arzneimittelkombinationen zur Verfügung. „Alpha-Blocker stellen nach wie vor die Mittel der Wahl dar“, erklärt Dr. Pedram Derakhshani, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum. Diese Medikamente führen zu einer Entspannung der glatten Muskelzellen in Prostata und Blasenhals und verbessern damit die Blasenentleerung. Eine ergänzende Volumenverkleinerung kann durch die Gabe von 5-alpha-Reduktasehemmern erreicht werden.   Eine aktuelle Studie konnte nun zeigen, dass bei Männern mit einem durchschnittlichen Prostatavolumen von 55 ml und damit einem hohen Progressionsrisiko (Fortschreiten der Erkrankung) die alleinige Therapie mit Alpha-Blockern häufig nicht ausreicht: So kam es bei jedem achten Mann innerhalb von vier Jahren entweder zu einem Verschluss der Harnröhre, einem so genannten Harnverhalt, oder aber der Patient musste sich einer Operation zur Beseitigung des überschüssigen Prostatagewebes unterziehen. Unter einer Kombinationstherapie mit einem Alpha-Blocker (Tamsulosin) und einem 5-alpha-Reduktasehemmer (Dutasterid) konnte dagegen eine 70-prozentige Re-duktion des Risikos in Hinblick auf Harnverhalt und OP-Häufigkeit erreicht werden. Auch die Beschwerden zeigten durch die kombinierte Gabe beider Medikamente eine deutliche Verbesserung. „Wird bei einem Patienten ein Prostatavolumen von mehr als 40 ml festgestellt, sollte daher eine Kombinationstherapie in Erwägung gezogen werden“, so Derakhshani.

Schonende Laserverfahren

Führen die Medikamente jedoch nicht zum gewünschten Erfolg ist in der Regel ein operativer Eingriff zur Beseitigung der Harnabflussstörung erforderlich. Hier können schonende Laserverfahren wie die Greenlightlaser- oder Diodenlasertherapie Abhilfe schaffen: „Anders als bei der klassischen Ausschälung der Prostata wird mit den modernen Laserverfahren überschüssiges Prostatagewebe schonend und blutungsarm verdampft“, erklärt der Kölner Urologe. Daher profitieren insbesondere Herzkranke, Patienten mit Bluthochdruck und Männer mit einer großen Prostata von den Laserverfahren.

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