Transrektale Prostatabiopsie

Goldstandard: Sicher und unkompliziert

Aufgrund der sicheren und unkomplizierten Durchführung ist die transrektale Ultraschall (TRUS)-gesteuerte Prostatabiopsie nach wie vor Goldstandard zur weiteren Abklärung bei Hinweis auf das Vorliegen eines Prostatakarzinoms. Sie erfolgt ambulant in lokaler Betäubung oder kurzer Narkose. Unter Ultraschallkontrolle werden durch den Enddarm mindestens 12, bei größerer Prostata auch 18-24 Biopsate aus allen Bereichen der Prostata entnommen. Sind in der Bildgebung tumorverdächtige Areale sichtbar, wird zusätzlich eine gezielte Biopsie aus diesen Bereichen der Prostata vorgenommen (MRT-gestützte Prostatabiopsie). Die Stellen der jeweiligen Probenentnahme werden dokumentiert, um sie später für die Planung einer möglichen Behandlung sicher zuordnen zu können. 

Keine Ausbreitung von Tumorzellen durch Biopsie

In der Regel verläuft die Prostatabiopsie ohne Komplikationen. Nach der Gewebeentnahme  finden sich häufig kleinere Mengen Blut im Urin, im Sperma oder auf dem Stuhl oder ein leichtes Druckgefühl im Enddarm. In seltenen Fällen können auch Schmerzen, Temperaturerhöhung, Fieber oder Schüttelfrost auftreten. Hier sollte unverzüglich der Arzt aufgesucht werden, da in wenigen Fällen (weniger als 1 Prozent) die Möglichkeit einer Prostataentzündung besteht. Eine Abklärung ist außerdem erforderlich, wenn stärkere Nachblutungen aus dem Enddarm oder der Harnröhre oder Kreislaufprobleme auftreten. Um das Infektionsrisiko durch die Einstichstelle im Enddarmbereich zu reduzieren, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Urologie eine antibiotische Prophylaxe. 

Wie aktuelle Untersuchungen belegen, kommt es nicht zur Ausbreitung der Tumorzellen im Stichkanal oder zu einer Begünstigung der Entstehung von Tumorabsiedlungen. Auch findet durch die Biopsie keine Beeinflussung des Wachstumsverhaltens des Prostatakrebses statt.
 

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