Prostataarterienembolisation

Die Prostataarterienembolisation (PAE) muss nach Einschätzungen der Deutschen Gesellschaft für Urologie und internationalen Expertengremien weiterhin als experimentelles Verfahren betrachtet werden. Bisher sind lediglich 1250 Patienten nach PAE im Rahmen von aussagekräftigen Studien für insgesamt 12 Monate nachuntersucht worden. Hier zeichnet sich zwar eine vergleichbare Wirksamkeit der PAE im Vergleich zur Prostataresektion ab, allerdings lediglich in der Größenreduktion. Die eigentliche Verbesserung des Wasserlassens (= kräftiger Harnstrahl, vollständige Blasenentleerung) schneidet auch in der Langzeitnachbeobachtung im Vergleich zur Prostataresektion schlechter ab. Vorteilhaft ist sicherlich, dass die OP nicht in Vollnarkose durchgeführt werden muss und deshalb für ältere Patienten oder Patienten mit einem hohen Narkoserisiko durchaus in Betracht gezogen werden kann.

Allerdings sollte auch dies im Rahmen von Studien erfolgen, um eine gute Therapie und rechtzeitigen Therapiewechsel (zum Beispiel beim Versagen des Verfahrens) bieten zu können. Zudem ist der Eingriff aufwändig und sollte nur von ausreichend erfahrenen Radiologen durchgeführt werden.

Literatur:

Comparison of prostatic artery embolisation (PAE) versus transurethral resection of the prostate (TURP) for benign prostatic hyperplasia: randomised, open label, non-inferiority trial.

Prostate artery embolisation for benign prostatic hyperplasia: a systematic review and meta-analysis.

Efficacy and safety of prostate artery embolization for benign prostatic hyperplasia: an observational study and propensity-matched comparison with transurethral resection of the prostate (the UK-ROPE study).

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