Qualitätssicherung - Westdeutsches Prostatazentrum

Die Qualitätsanforderungen des Westdeutschen Prostatazentrum (WPZ) unterwerfen sich den internationalen Leitlinien der europäischen und amerikanischen Fachgesellschaften. Die permanente Kontrolle dieser Qualitäten wird neben der permanenten Kontrolle durch das zertifizierte Qualitätsmanagementsystem im Wesentlichen durch drei Säulen garantiert:

Konstanz und permanente Fortbildung des Behandlungsteams:

Das Team besteht aus spezialisierten Ärzten der Urologie, Strahlentherapie und Anästhesie und fachkundigen Mitarbeitern der Medizinphysik und des Pflegepersonals.
Die Indikationsstellung zur Therapie erfolgt gemeinsam zwischen Urologen und Strahlentherapeuten. Hierbei sind insbesondere die interdisziplinären individuellen Falldiskussionen und der Einsatz internationaler Nomogramme von entscheidender Bedeutung. Die Qualität wird zusätzlich im Rahmen wöchentlicher interdisziplinärer Kolloquien kontrolliert.
Es besteht international darüber Einigkeit, dass zur beispielsweise zur Erlangung und Erhaltung einer ausreichenden Erfahrung im Rahmen der Brachytherapie mindestens 50, besser 60-80 Implantationen pro Jahr vom gleichen Team durchgeführt werden sollten. Vom Team des WPZ wurden in den letzten 18 Jahren über 7500 Brachytherapien durchgeführt.
Das Team nimmt regelmäßig an Fortbildungen teil und organisiert neben anderen Veranstaltungen für Kollegen und Patienten regelmässige Prostata-Up-Date Meetings, bei dem nationale und internationale Referenten zum aktuellen Stand der Diagnostik und Therapie beim Prostatakarzinom referieren.

Dokumentation aller Patienten-, Behandlungs- und Nachsorgedaten:

Im WPZ werden prospektiv und konsekutiv zum einen die eindeutigen Organ-, Tumor- und Dosisparameter prä-, intra- und postoperativ erfasst. Zum zweiten erfolgt neben der üblichen Dokumentation der PSA-Werte und eventueller bildgebender Untersuchungen die 3-monatliche Kontrolle aller relevanten Parameter zur Lebensqualität, Miktionssituation und Sexualfunktion über einen Zeitraum von zunächst mindestens 3 Jahren anhand intrernatioaler und validierter Patientenfragebögen.
Die erhobenen Datensätze werden anonymisiert und in einer eigens für das WPZ entwickelten und programmierten Prostatakarzinomdatenbank erfasst. Diese gehört mittlerweile weltweit zu einer der grössten Datenbanken dieser Art.

Der Strahlentherapeut ist als fachkundiger Strahlenschutzbeauftragter für den medizinischen Bereich nach Strahlenschutzverordnung (StrSchV) verantwortlich für die Durchführung und Behandlungsqualität der Therapie. Auch die Endverantwortung für die ordnungsgemäße Aufklärung obliegt gemäss StrSchV dem fachkundigen Strahlentherapeuten.

Selbstverständlich ist eine aktuelle gerätetechnische Ausstattung, die zum einen den Anforderungen des MPG (Medizinproduktegesetz), zum anderen den Vorgaben des Genehmigungsbescheides sowie der StrSchV und der RöV genügen muss.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden durch die Strahlenschutzverordnung (StrSchV), die Röntgenverordnung (RöV) sowie durch die Umgangsgenehmigung der jeweiligen Aufsichtsbehörde vorgegeben.

Jährliche Zertifizierung:

Alle sprechen von Qualitätskontrolle – die Ärzte des Prostatazentrums haben sie jetzt unter Beweis gestellt. Nach erfolgreicher Einführung und Umsetzung eines Qualitätsmanagement-Systems erhielten sie am 27. September 2009 die ISO-Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001, welche seitdem jährlich aktualisiert und re-zertifiziert wird. Details finden Sie hier.

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