Moderne Therapie

Prostatakarzinom:
In den Vereinigten Staaten werden mehr Patienten mit modernen Formen der Strahlentherapie behandelt als mit der herkömmlichen Entfernung der Prostata.

Ermutigt durch diese Entwicklung, die guten Ergebnisse und die durchweg positiven Erfahrungen aus den USA führen wir seit August 2000 die permanente Seed-Implantation mit Jod-Seed-Strands durch. Die publizierten überzeugenden Erfolgsraten der amerikanischen Arbeitsgruppen gaben uns eine zusätzliche Bestätigung zur Anwendung dieser Brachytherapie. In Rahmen unsere jüngsten eigenen Publikationen konnten die herrvoragenden amerikanischen Daten erstmals in einem europäischen Zentrum reproduziert werden. Bei der Indikation zur alleinigen Seed-Implantation folgen wir den Empfehlungen der American Brachytherapy Society (ABS). Sie stellt die Grundlage der Empfehlungen der europäischen und deutschen Fachgesellschaften dar.

Ebenfalls auf kurzstationärer Basis ist die kombinierte HDR-Afterloadingtherapie mit Iridum-192 eine zweite erfolgreiche Form der Brachytherapie, wie unsere aktuellen Veröffentlichungen zeigen konnten. 

Insgesamt wurden vom Team des WPZ bereits weit über 7.500 Brachytherapien (Seed-Implantationen und Afterloading) durchgeführt.

Für Patienten aller Risikogruppen finden wir die richtige Behandlung: egal ob interstitielle Strahlentherapie als Monotherapie (Seedimplantation) oder im Rahmen einer kombinierten Strahlentherapie (HDR-Afterloading).

Prostatavergrößerung:
Auch hier ergeben sich durch technische Weiterentwicklungen permanent neue und schonendere Behandlungsmöglichkeiten. Die am Markt verfügbaren Methoden werden fortlaufend geprüft und ins Leistungsspektrum des Prostatazentrums aufgenommen, falls die internationale Datenlage den Vorteil der Methode nachgewiesen hat.

So kommt beispielsweise bereits seit 2005 in unserem Zentrum der Greenlight-Laser sowie seit April 2010 die LIFE Lasertherapie mit dem Evolve Diodenlasersystem 180 und die moderne TURiS-Resektion und -Vaporisation zum Einsatz. 
Ein wesentlicher Vorteil ist die hohe Wattleistung des Diodenlasers und damit verbunden der größere Verdampfungseffekt. So können sich auch Patienten mit einer großen Prostata einer schonenden Lasertherapie unterziehen, die in der Vergangenheit auf die klassische Ausschälung (TURP) angewiesen waren. Die Behandlungsdauer ist insgesamt kürzer und deshalb ein schonendes Anästhesie-Verfahren möglich, welches das Herz-Kreislaufsystem weniger belastet.

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