Hodentumor

Ein Hodentumor ist eine Erkrankung des jungen Mannes und tritt meist zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr auf. Es können jedoch auch jüngere oder ältere Männer betroffen sein. Das Tückische ist: Der Hodentumor verursacht üblicherweise keine Schmerzen. Deshalb wird dringend empfohlen, den Hoden regelmäßig selbst abzutasten und jede Veränderung, Vergrößerung oder Verhärtung sofort untersuchen zu lassen.

Die urologische Untersuchung besteht aus einem nochmaligen Abtasten der Hoden, einer Blutuntersuchung auf so genannte Tumormarker und einer Ultraschalluntersuchung. Sollte sich der Verdacht auf einen Tumor bestätigen, folgt eine Operation mit kleinem Leistenschnitt zur Begutachtung des Hodens. Bestätigt sich ein Tumor, muss der Hoden in der Regel entfernt werden. Bei Einzelhoden wird versucht, den Tumor zu entfernen und den Hoden zu erhalten.

Ist der Tumor auf den Hoden beschränkt, ist die Behandlung oft mit der Operation abgeschlossen. Der Patient kann die stationäre Behandlung in aller Regel nach ein bis zwei Tagen verlassen. Liegen jedoch bereits Metastasen (Tochtergeschwülste) vor, schließt sich je nach Art des Tumors meist eine medikamentöse Therapie an. Die Art der Medikamente hängt stark vom Ausmaß der Metastasen ab und kann oftmals komplett oder aber teilweise ambulant erfolgen. In selteneren Fällen kann auch eine Bestrahlung oder zweite Operation notwendig sein.

Unabhängig vom Stadium kann der Hodentumor in fast allen Fällen komplett geheilt werden. Dies gelingt umso besser, je früher er erkannt wird. Eine frühe Erkennung erhöht dabei in jedem Falle die Chancen und führt dazu, dass oftmals keine oder nur eine sehr milde Nachbehandlung erforderlich wird. Eine frühzeitige Vorstellung wird daher empfohlen.

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